Hallo Timotheus!

Paulus geht nach Lystra. (Apg. 16, 1-5)
In Lystra trifft er auf Timotheus. Hallo Timotheus!

Mitten in all den negativen Erfahrungen in dieser Stadt, fällt Paulus Blick auf den jungen Kerl. Seine Mutter Jüdin, sein Vater Grieche – er vereinte beide aktuellen Strömungen in sich. Die Mutter, die ihm die jüdischen Gebote und Traditionen beigebracht hatte. Der Vater aus der wissenschaftlich-religiösen Welt Griechenlands. Der eine Gott und die vielen Götter. Das emotionale Judentum und der logische Hellenismus.
Dieser Jugendliche brannte für den Glauben an Jesus Christus.

Wie gut kann ich Paulus verstehen, dass er Timotheus gleich als Mitarbeiter gewinnen wollte. Wenn es mir schwer wird in meinem Dienst – was muss nicht alles besprochen, geplant und diskutiert werden. Wie viel ist wichtig und müsste schon längst erledigt sein. Und dann gehe ich freitags in die Jugendstunde und sehe junge Menschen. Jungs, Mädchen, wie sie Beten, singen, segnen, Gott die Ehre geben. Wie man ihnen abspürt, dass sie Gott erleben. Das gibt so viel Kraft und Mut.

Und seien wir ehrlich – es ist doch gar nicht das Alter oder Geschlecht, was hier die Kraft ausstrahlt. Es sind begabte Menschen, die Gottes Kraft ausstrahlen.

Bill Hybels hat den Satz geprägt: „Die Ortsgemeinde ist die Hoffnung der Welt.“ Ja und Amen, Bill.

Ich sage: Begabte Menschen sind die Hoffnung und die Zukunft der Gemeinde (unabhängig vom Alter) – Timotheus hätte auch 73 sein können. Es geht um die Einstellung, den Charakter, die Gaben. Und es geht darum bereit zu sein. Bereit, diese Gaben einzusetzen.

Timotheus hat sich selbst vermutlich gar nicht so inspirierend und kraftvoll erlebt. Er hatte mit eigenen Augen gesehen, wie ein Gelähmter durch Jesus geheilt wurde. Er hatte Paulus und Barnabas damals GANZ genau zugehört, als sie von diesem Jesus sprachen. Er hatte sich bekehrt zum Gott seiner Mutter, der in Jesus Christus als Mensch für ihn starb. Jetzt war Gott für ihn lebendig und erlebbar.

Timotheus war der beste Mitarbeiter, den sich Paulus hatte erträumen können. Ohne die Trennung von Barnabas wäre Paulus vielleicht gar nicht sensibel genug für diesen aufstrebenden Jugendlichen gewesen. Manchmal müssen wir Dinge loslassen, den Weg von Trennung und Abschied gehen, damit Neues entstehen kann. Das kann schmerzhaft sein – aber es wird Kraft freisetzen. Frischer Wind wird aufkommen.

Lass dich von Paulus und Timotheus berühren. Von ihrer Art Jesus nachzufolgen.

Kennst du deine Berufung? – Lass dich ansprechen und herausfordern!
Was bist du bereit aufzugeben?
Wovon solltest du dich verabschieden?
Welche Kompromisse sind nötig?
Welche Begabung hat Gott dir geschenkt?
Was ist der Charakter eines wahren Dieners Jesu?

Timotheus war bereit zum Dienst. Er war bereit Opfer zu bringen.

Du wirst gebraucht!
Du bist nicht alleine!

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