Ist okay!

Sola Gratia: Die Gnade allein – unsere Chance. 
Eine Andacht zur Gebetswoche der Evangelischen Allianz.

Es ist eine Zeit her, als mein neuer Biolehrer versuchte der 5. Klasse der Orientierungsstufe das Machen der Hausaufgaben nahezulegen. 

Er führte die Regel ein, dass ein Vergessen der Hausaufgabe zur Folge hat, dass diese jeweils doppelt anzufertigen sei. Beim erneuten Vergessen vierfach usw.
Um es kurz zu machen: Ich schaffte es bis 128.
Ich konnte mir anfangs nicht vorstellen, dass ein Mensch tatsächlich so gnadenlos an dieser [pädagogisch zweifelhaften] Methode festhalten könnte. Er hielt fest, ich hielt „dagegen“.
Ich befand mich in einer Abwärtsspirale. Ich versuchte zwischenzeitlich die große Menge an Nacharbeit auszuholen. Es führte dazu, dass ich die neue Hausaufgabe nicht schaffte und der Berg sich erneut und immer größer auftürmte.

Meine Eltern intervenierten (wohl auch, weil der theoretische Papierbedarf mittlerweile sehr teuer war) und das Wunder geschah:
Eines Tages zu Beginn der Biostunde nahm mich mein Lehrer zur Seite.

Es ist okay!

Gott ist, Gott sei Dank, kein „Lehrer Gnadenlos“. Obwohl er diese Position mit jedem Recht einnehmen könnte. Wir können, wie ein trotziger Schüler, versuchen dagegen zu halten. Voller Stolz unsere Leistung hervorheben, die Ungerechtigkeit Gottes herbeireden und ihn und seine Methoden in Frage stellen.
Willkommen in der Abwärtsspirale!
In Jesus Christus begegnet uns die ganze Liebe und Gnade Gottes. Gott selbst hebt uns herauf. Vom Ende einer Spirale auf Augenhöhe.

Du bist okay!

Du bist okay, weil ich dich liebe, Mensch. Nicht für das, was du alles leistest.

Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet –; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus,
Epheser 2, 4-6 (LUTH ’17)
Zwei Dinge gelten für alle Menschen:
1. Gott liebt uns
2. Wir machen Fehler
Gott durchbricht die Abwärtsspirale von sich aus. Ein unverdientes Geschenk.
Das macht dankbar und durchbricht den Stolz.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.