Jesus klingelt.*

Es klingelt.
Momeeeeent! (Ich bin nämlich noch im Bademantel. Ja, Mensch, ist spät geworden gestern.)
Es klingelt.
Jahaaaaa, bin unterwegs. (Schnell in die Jeans geschlüpft und zur Tür. Könnte ja ein Paket sein. Oder die Kinder sind schon aus der Schule.)
Ich öffne die Tür.
Jesus steht da.
Oh. … Aber …..
„Hallo! Ich bin’s.“, sagt Jesus.
Hallo Jesus. Also mit dir hab ich nun am allerwenigsten gerechnet, ehrlich gesagt.
„Wieso, liest du keine Bibel? Seid bereit und so?“
Erwischt, Jesus!
„Darf ich jetzt rein oder soll ich hier die ganze Zeit im Windzug stehenbleiben?“
Sorry, Jesus, klar doch, komm rein. Bin heute nicht so ganz bei mir.
„Ich weiß.“, sagt Jesus.
Ich hab aber nicht aufgeräumt .. und … verpennt … und ….
„Ich weiß.“, sagt Jesus.
Ich beginne zu schwitzen. Ja, schön dass du reinschaust. Magst du was trinken?
„Wasser.“, sagt Jesus.
Äh, klar. (Hätt‘ ich wissen können).
Was verschafft mir denn die Ehre deines Besuchs, Jesus?
„Ich hab gehört, du predigst am Sonntag.“, sagt Jesus.
Ja, stimmt. Geht um deine Taufe damals.
Jesus lacht: „Ja, der Johannes hat genau so geschaut wie du vorhin an der Tür.“
Das glaub ich, Jesus. Aber wo du jetzt mal da bist. Willst du nicht die Predigt halten am Sonntag. Boah, das wäre der Hammer. Weißt du, ich fange so an, liebe Gemeinde, liebe Freunde, .. und dann kommst du so….
„Nö.“, sagt Jesus.
Wie nö?
„Ja, nö – du predigst.“, sagt Jesus.
Jesus, bei allem Respekt. DU sitzt hier an meinem Esstisch und ich soll für dich predigen? Ich brauch noch so viel Lehre von dir. Und ich hab noch so viele Fragen und die ganzen Interviews nächste Woche beim BAMF… und außerdem …
„Du predigst.“, sagt Jesus.
Was soll ich denn sagen, Jesus? Gib mir wenigstens n Tipp, bitte bitte.
„Egal.“, sagt Jesus.
EGAL??? (das hat er jetzt nicht gesagt)
„Du stehst doch vorne und redest dann.“
Ja, eben.
Ja, eben.“ Sagt Jesus.
Hä?
„Glaubst du an mich?“, fragt Jesus.
Das tue ich.
„Und ich glaube an dich.“, sagt Jesus.

*) Inspiriert durch Susanne Niemeyer„Jesus klingelt“, Kreuz-Verlag 2014

Was ist, wenn es regnet?

„Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten.“ So sagte es meine Klassenlehrerin in der Grundschule. „Wer nicht fragt bleibt dumm“, so haben es mir Grobi, Samson & Co eingebläut.

Liebe Kinder (vielmehr Ex-Kinder), ich muss euch enttäuschen: Es gibt sie doch!
Fragen, bei denen mich nur meine gute Erziehung daran hindert, die Antwort ähnlich dumm zu formulieren. Hier meine Highlights:

Was ist, wenn es auf dem Zeltlager regnet?

Äh ja, dann fällt Wasser vom Himmel – unfassbar oder?

Ist das Treffen wichtig, zu dem du mich eingeladen hast?

Ach was, ich verbringe meine Arbeitszeit meistens mit völlig Unwichtigem!

Was machst du, wenn ich beim Freizeitprogramm nicht mitmache?

Genial, dann fahren wir alle nach Hause und chillen vor der Glotze! Gemeinschaft und Natur sind völlig überbewertet.

Kennst du auch solche Fragen? Gerne in die Kommentare!

Kreuzweg – was ist das?

Der Kreuzweg ist das bewusste Nachempfinden des letzten Weges Jesu von der Gefangennahme und Verurteilung bis zum Felsengrab.
Auf Twitter entdeckte ich gerade eine übersichtliche Darstellung des traditionellen Kreuzweges mit 14 Stationen:

Quelle: https://twitter.com/dpa/status/851369586477891584 [Aufgerufen am 10.04.2017]

schone chadosche

Eben schaue ich bei Wikipedia nach, was eigentlich der „Gute Rutsch“ als Wunsch zum Jahreswechsel zu bedeuten hat. Viel ist zu lesen. Wie immer, wenn es um die Erklärung eines Sprichwortes geht. Es gibt verschiedene Theorien, wie sich dieser Gruß über die Jahrhunderte entwickelt hat.

Mit gefällt die Herkunft aus dem Jiddischen am besten. Danach hat sich der „Gute Rutsch“ aus dem Ausspruch „schone chadosche“ entwickelt. Das heißt

Gott verleihe dir ein gutes neues Jahr!

In diesem Sinn: Einen guten Rutsch!